Das OSPA-Team in orangefarbenen Vereinsshirts mit einem Welpen im Tierheim auf Sal
Praxisbericht · Auslandstierschutz
8 Min. Lesezeit

Zwischen Atlantikwind und Futterstellen: Wie OSPA Cabo Verde Straßentiere digital organisiert

Das OSPA-Team auf Sal · Foto: OSPA Cabo Verde

Authentischer Praxisbericht · Mit schriftlicher Genehmigung von OSPA Cabo Verde

OSPA kümmert sich auf der Insel Sal um Straßenhunde und -katzen: füttern, kastrieren, behandeln und vermitteln. Die Arbeit läuft draußen vor Ort und in Pflegestellen – mit einem Team, das viele Sprachen spricht.

Standort
Insel Sal, Kap Verde
Arbeitsweise
Futterstellen, Kastration, Pflegestellen
Schwerpunkt
Straßentiere und Kastrationen
Team
International, mehrsprachig
100 %
sauberes Bestandsbuch
Straßentiere getrennt von Tieren im Bestand
8
Sprachen
für einheimische Teams und internationale Helfer
0
Konten für Paten
Updates per privatem Link
1
Akte pro Tier
Heilungsfotos datiert an der Behandlung

So ist PawManager+ aufgebaut – keine von OSPA gemessenen Kennzahlen.

Kapitel 1

Sal: Sonne, Wind und viele Tiere ohne Zuhause

Wer an Sal denkt, denkt an weiße Strände, kräftigen Atlantikwind und Hotels rund um Santa Maria. Abseits davon sieht der Alltag anders aus: Auf der flachen, trockenen Insel leben viele Hunde und Katzen ohne festes Zuhause. Sie suchen Schatten unter Autos, Futter an Restaurants und Wasser, wo es welches gibt. Tierärztliche Versorgung ist knapp, und jeder unkastrierte Wurf vergrößert das Problem im nächsten Jahr.

Genau hier arbeitet OSPA Cabo Verde. Der Verein rettet verletzte und kranke Tiere, päppelt sie auf, kastriert nach dem TNR-Prinzip (Einfangen, Kastrieren, Zurücksetzen), vermittelt Hunde in neue Familien und klärt über die Gefahr von Giftködern auf. Im Zentrum in Santa Maria leben Hunde; Katzen versorgt OSPA inselweit – mit Kastrationen, medizinischer Hilfe und Pflege, aber ohne eigene Katzenunterbringung.

Damit ist OSPA kein klassisches Tierheim. Die meisten Tiere, um die sich das Team kümmert, bleiben in ihrem Revier. Sie werden trotzdem behandelt, geimpft, entwurmt und beobachtet – oft über Jahre. Diese Arbeit muss jemand festhalten, damit Wissen nicht verloren geht, wenn Helfer wechseln oder ein Tier nach Monaten wieder auftaucht.

Kapitel 2

Die eigentliche Herausforderung: den Überblick behalten

Im Auslandstierschutz ist selten das Mitgefühl das Problem, sondern die Organisation. Ein Team aus Einheimischen, Langzeit-Freiwilligen und Helfern, die nur ein paar Wochen bleiben, arbeitet gleichzeitig draußen an Futterstellen, in der Klinik und am Telefon. Informationen landen in Sprachnachrichten, auf Zetteln, in privaten Fotogalerien und in Tabellen, die nur eine Person wirklich versteht.

Die Fragen sind immer dieselben: Ist diese Hündin schon kastriert? Wann war die letzte Entwurmung? Welche Medikamente hat der Rüde nach der Operation bekommen? Und wie geht es dem Tier, für das eine Familie in England seit Monaten eine Patenschaft bezahlt? Wer das jedes Mal neu zusammensuchen muss, verliert Zeit, die eigentlich den Tieren gehört.

Dazu kommt eine Besonderheit, an der viele Programme scheitern: Tierheim-Software geht davon aus, dass ein Tier aufgenommen, untergebracht und vermittelt wird. Ein Straßenhund, der nach der Kastration an seine Futterstelle zurückkehrt, passt in dieses Schema nicht. Wird er trotzdem als Bestandstier geführt, stimmen Belegung und Statistik nicht mehr. Wird er gar nicht erfasst, fehlt seine Krankengeschichte.

Vier Hunde auf einer Holzplattform im Auslauf von OSPA
Schützlinge im schattigen Auslauf des OSPA-Zentrums · Foto: OSPA Cabo Verde

Kennt ihr das auch?

Im Auslandstierschutz gibt es selten ein großes Tierheim. Viele Tiere leben weiter auf der Straße, werden kastriert und an Futterstellen versorgt. Informationen verteilen sich schnell auf Chats, Notizen und Tabellen – und Paten möchten regelmäßig wissen, wie es ihrem Tier geht.

Vorher
  • Nach der Kastrationswoche ist das Handy voll mit unsortierten Wundfotos
  • Drei Helfer wissen nicht, ob die Hündin an Futterstelle 4 schon entwurmt ist
  • Paten fragen per WhatsApp nach Updates – mitten im Einsatz draußen
  • Straßentiere passen in kein Tierheim-Bestandsbuch
Mit PawManager+
  • Jedes Foto hängt mit Datum direkt an der Behandlung
  • Futterstelle, Entwurmung und Fälligkeit stehen in der Akte – für alle gleich
  • Paten bekommen ein Update per Link, freigegeben mit einem Klick
  • Straßentiere haben eine eigene vollständige Akte außerhalb des Bestandsbuchs

Hündin Mel: von der Futterstelle zur Patenschaft

Ein Beispiel, wie ein Straßenhund in einer einzigen Akte begleitet wird. Mel steht stellvertretend für viele Tiere – Name und Ablauf sind illustrativ.

  1. Schritt 1

    Tag 1 · Futterstelle

    Mel wird an einer Futterstelle am Strand als Community-Tier mit Ort und Foto angelegt.

  2. Schritt 2

    Tag 3 · Kastration

    Der Eingriff steht mit Datum, OP-Notiz, Medikamenten und Wundfoto direkt an der Behandlung.

  3. Schritt 3

    Woche 2 · Pflegestelle

    Die Pflegestelle meldet am Handy: Wunde trocken, frisst gut – das Team wird benachrichtigt.

  4. Schritt 4

    Woche 4 · Paten-Update

    Paten in Europa öffnen ihren privaten Link mit den Genesungsfotos.

Ein Tier – drei Blickwinkel

Jede Person sieht genau das, was sie braucht – nicht mehr.

Das Team im Büro

Sieht die vollständige Akte: Behandlungen mit Fotos, Kastration, Fälligkeiten und wo das Tier gerade ist.

Team · Beispiel
StatusIn Pflegestelle
KastrationErledigt
Nächste Entwurmungin 12 Tagen
Fotos zur Behandlung3

Kapitel 3

Wie OSPA heute arbeitet

OSPA nutzt PawManager+ als gemeinsames Gedächtnis des Teams. Tiere im Zentrum und in Pflegestellen stehen im Tierbestand. Straßentiere, Futterstellen-Tiere und Tiere von Haltern bekommen unter „Community-Tiere“ eine eigene, vollständige Akte – mit Behandlungen, Kastration, Impfungen, Fälligkeiten, Fotos und Dokumenten. So bleibt die Geschichte jedes Tieres erhalten, ohne dass das Bestandsbuch verfälscht wird.

Besonders wichtig ist die Dokumentation am Behandlungstag. Fotos werden nicht mehr irgendwo gespeichert, sondern hängen mit Datum direkt an der jeweiligen Untersuchung oder Operation. Wer später wissen will, wie eine Kastrationswunde verheilt ist, öffnet die Behandlung und sieht die Bilder in der richtigen Reihenfolge. Impfungen, Entwurmungen und Parasitenschutz erscheinen zusätzlich im Gesundheitsheft, inklusive der nächsten Fälligkeit.

Pflegestellen erhalten einen eigenen Zugang und sehen nur die Tiere, die gerade bei ihnen leben. Paten brauchen gar kein Konto: Das Team wählt Texte, Fotos und Videos aus und verschickt ein Update als privaten Link. Weil das Team international ist, kann jede Person in ihrer Sprache arbeiten – PawManager+ steht in acht Sprachen zur Verfügung.

So nutzt OSPA PawManager+

Straßentiere mit eigener Akte

Tiere an Futterstellen und auf der Straße bekommen unter Community-Tiere eine vollständige Akte – mit Behandlungen, Kastration, Fälligkeiten, Fotos und Dokumenten. Das Bestandsbuch bleibt dabei sauber.

Community-Tier · Beispiel
OrtFutterstelle Strand
KastriertJa
Nächste Entwurmungin 12 Tagen
Im BestandsbuchNein

Gesundheitsheft mit Behandlungsfotos

Impfungen, Entwurmungen und Parasitenschutz stehen im Gesundheitsheft. Fotos hängen direkt an der Behandlung – so lässt sich etwa die Heilung nach einer Kastration Schritt für Schritt nachvollziehen.

Behandlung · Kastration
Tag 0
Tag 3
Tag 10
Nachsorge eingetragen

Darstellungen vereinfacht, mit Beispieldaten.

Hund mit orangefarbenem OSPA-Halstuch und Geschirr

„We would be honoured to be featured on your site, we are very happy with how Pawmanager+ is working, facilitating our jobs and improving together with us as we go.“

— OSPA Cabo Verde

Sinngemäß: „Wir fühlen uns geehrt, hier vorgestellt zu werden. Wir sind sehr zufrieden damit, wie PawManager+ funktioniert, unsere Arbeit erleichtert und sich mit uns gemeinsam weiterentwickelt.“

Ein Tag im Auslandstierschutz mit PawManager+

  1. Vormittags: Futterstellen & Kastrationsrunde

    Draußen am Handy erfassen: Tier, Futterstelle, Foto, Kastrationstermin.

  2. Nachmittags: Rückmeldungen der Pflegestellen

    Pflegestellen melden über ihren Zugang, wie Fressen und Wundheilung laufen.

  3. Abends: Updates für Paten

    Ausgewählte Fotos und Videos per Link teilen – statt einzelner Chatnachrichten.

Typischer Ablauf, vereinfacht dargestellt.

Bemaltes Eingangstor von OSPA mit Logo und Besuchszeiten
Vereinssteckbrief

OSPA Cabo Verde

OSPA versorgt auf der Insel Sal Straßenhunde und -katzen: Rettung, Rehabilitierung, Kastrationen (TNR), medizinische Hilfe, Pflegestellen, Vermittlung und Aufklärung gegen Giftköder.

Offizieller Name:
OSPA Cabo Verde Cats and Dogs CIO
Standort:
Santa Maria, Sal, Cabo Verde
Gemeinnützig registriert:
UK Charity No. 1204295

Patenschaften, Spenden und Wunschlisten laufen direkt über OSPA – PawManager+ wickelt keine Zahlungen ab.

OSPA direkt unterstützen

Kapitel 4

Was sich verändert hat

Der größte Unterschied ist Ruhe. Wenn eine neue Freiwillige ankommt, muss sie nicht erst wochenlang Wissen aus Chats und Köpfen sammeln. Sie öffnet die Akte und sieht, was bereits passiert ist und was als Nächstes ansteht. Entscheidungen werden nachvollziehbar, auch für Tierärzte, die ein Tier zum ersten Mal sehen.

Für OSPA zählt außerdem, dass sich die Software mit dem Verein weiterentwickelt. Rückmeldungen aus dem Alltag auf Sal – etwa zu Behandlungsfotos oder zur Trennung von Straßentieren und Bestand – sind direkt in PawManager+ eingeflossen. Davon profitieren alle Organisationen, die ähnlich arbeiten.

Kapitel 5

Übertragbar auf andere Vereine

Die Erfahrungen von OSPA gelten weit über Kap Verde hinaus – für Vereine in Südeuropa, Nordafrika oder Osteuropa genauso wie für Katzenschutzgruppen in deutschen Städten. Überall dort, wo Tiere nicht aufgenommen, sondern vor Ort versorgt werden, hilft eine klare Trennung zwischen Bestand und Community-Tieren. Und überall dort, wo Paten und Spender weit entfernt leben, schaffen regelmäßige, gut dokumentierte Updates Vertrauen.

Was andere Vereine mitnehmen können

Straßentiere getrennt führen

So bleiben Bestandsbuch und Statistik korrekt.

Fotos an die Behandlung

Statt im Chatverlauf zu suchen.

Paten per Link informieren

Ohne Konto und ohne Zusatzaufwand.

In jeder Sprache arbeiten

Acht Sprachen für internationale Teams.

Häufige Fragen

Kann PawManager+ Straßentiere getrennt vom Tierbestand führen?

Ja. Straßen-, Futterstellen- und Haltertiere werden unter Community-Tiere mit eigener vollständiger Akte geführt und zählen nicht im Bestandsbuch.

Brauchen Paten ein eigenes Konto?

Nein. Paten erhalten einen Link mit den vom Team ausgewählten Texten, Fotos und Videos.

Funktioniert PawManager+ für internationale Teams?

Ja. Die Oberfläche ist in acht Sprachen verfügbar, darunter Englisch und Arabisch.

Was kostet PawManager+ für Tierschutzvereine im Ausland?

PawManager+ ist für Tierschutzorganisationen kostenlos – auch im Ausland.

Nächste Schritte

  1. 1. Auf der Startseite den Sofort-Einblick öffnen oder eine Vorführung anfragen.
  2. 2. Im Gespräch klären wir eure Abläufe, die passende Modulauswahl und richten euren kostenlosen Arbeitsbereich ein.
  3. 3. Wir richten euren Arbeitsbereich ein, legen persönliche Benutzernamen an und übernehmen auf Wunsch eure Tiere und Personen per CSV für euch.

PawManager+ ist für alle Tierschutzorganisationen dauerhaft kostenlos – im In- und Ausland. Für gewerbliche Tierpensionen und sonstige gewerbliche Betriebe klären wir Einsatz und Konditionen individuell mit euch. Kosten & Finanzierung

Vorführung anfragen